Herzlich willkommen

Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

(Hesekiel 36,26)

Monatsspruch November:

Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.

(Hesekiel 37,27)

Liebe Leserin, lieber Leser,

Am Vorabend zur Bundestagswahl bin ich am Überlegen, worauf kommt es an, was sind die Fragen unserer Zeit? Antworten gab es im Wahlkampf spärlich und dies bei vielen Problemen in unserem Land und den Konflikten in der Welt. Dieses Suchen nach der richtigen politischen Entscheidung beinhaltet den Wunsch nach Sicherheit und Wegweisung. Die Richtigen sollen das Land anführen. Von solchen Überlegungen war das Volk Israel zur Zeit des Propheten Hesekiel weit entfernt. Sie hatten gerade die Auflösung der politischen Selbständigkeit, die Deportation in das babylonische Exil erlebt, die absolute Katastrophe. Hoffnungslosigkeit bestimmte den Alltag. In diese Hoffnungslosigkeit wurde Hesekiel als Prophet gesetzt. Gott suchte die Verbindung zu den Menschen:

Ich selbst will bei ihnen wohnen. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Hesekiel 37,27

Die existentielle Not war spürbar und doch war Hesekiel getragen von dem Glauben an den Gott Israels. Gott lässt sein Volk in der Not nicht allein. Damit erneuerte Gott seinen Bund mit Israel. Diese Botschaft lies Gott Hesekiel in der Zeit des politischen Niederganges Israels verkünden.

Und heute am Tag vor einer Bundestagswahl, was bedeutet dies Wort für uns. Ein Niedergang unseres Landes ist nicht gerade zu befürchten, auch wenn nationalistische Strömungen wieder salonfähig geworden sind. Doch wenn man sich Europa und die Welt anschaut, fragt man sich schon, haben wir nichts aus zwei Weltkriegen gelernt? Die Weltgeschichte geht weiter: Kriege, Intrigen und Raffsucht. Also stehen wir doch vor einem Niedergang?

Nein, Gott steht zu seinem Bund. Er sucht den Kontakt zu uns: „Ich selbst will bei ihnen wohnen:“ Jedes Jahr in der Christnacht werden wir daran erinnert, Gott kam zu uns. Gott ist Mensch geworden. Mit Jesus haben sich die Prophezeiungen des Alten Testaments erfüllt. Morgen wählen wir die politischen Verantwortlichen für unser Land, aber der wahre Hirte bleibt Jesus, auch für unsere Politikerinnen und Politiker, selbst wenn sie es nicht wahrhaben wollen. Jesus rettet die Welt. Er ist die Verbindung zu Gott. Dies dürfen wir in Anspruch nehmen, für unsere persönlichen Krisen und für die Probleme dieser Welt. Deshalb betet für euch, für euren Nächsten, für das Land, für die Welt. Gott ist unsere Welt nicht egal: „Ich selbst will bei ihnen wohnen. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.“

Mit dieser Zusage und Hoffnung grüße ich Sie ganz herzlich, Ihr Jens Jungbloot.

 

Monatsspruch Oktober:

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

Lukas 15,10