Beten

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Monatsspruch Mai 2022
„Ich wünsche dir

in jeder Hinsicht Wohlergehen und Gesundheit,

so wie es deiner Seele wohl geht.“

(3. Johannes 2)

Johannes schreibt an seinen guten Freund Gajus. Von Gajus weiß Johannes, dass der Nächstenliebe praktisch lebt. Und dass es seiner Seele (griechisch: Psyche) gut geht. Nun wünscht Johannes dem Gajus, dass es ihm körperlich so gut gehen möge wie psychisch. 

Körper und Seele- beides ist wichtig. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen beidem: bist Du krank, wirkt sich das automatisch auch auf Deinen seelischen Zustand aus. Denn die Seele leidet mit, wenn es Dir körperlich schlecht geht. Umgekehrt genauso: geht es Deiner Seele nicht gut, wirkt sich das auf Deinen Körper aus (Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche, Magenprobleme…).

Da Johannes in den Folgeversen sehr auf die Wohltaten des Gajus zu sprechen kommt, scheint er mit Gajus gutem Seelenzustand auch seinen Glauben zu meinen. Der sich in seinem Leben auf so vielfache Weise praktisch zeigt.

Natürlich ist die geistliche Gesundheit wichtig. Also letztlich, dass Du gerettet bist! Trotzdem ist auch das andere wichtig, nämlich dass es dem Körper gut geht! Das wiederum hängt oft davon ab, wie wir denn mit unserem Körper umgehen. U. a. Winston Churchill wird das Zitat zugesprochen: „Man soll dem Leibetwas Gutesbieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Ein chinesisches Sprichwort besagt: „Wer glaubt, keine Zeit für seine Gesundheit zu haben, wird früher oder später Zeit zum Kranksein haben müssen.“ 

Die Wunder Jesu zeigen, dass auch ihm bewusst war, wie eng das psychische wie physische  Wohlergehen zusammenhängen: meistens hat er sich erst mal um die ganz praktische, körperliche Not gekümmert, indem er den Körper heilt oder satt macht. Danach ging es auch der Seele besser und der Gesättigte/ Geheilte war offen für ein geistliches Wort.

Manchmal äußern Christen sich etwas verächtlich über so Bemerkungen  wie „Hauptsache gesund!“. Dass Gesundheit tatsächlich eine wichtige Rolle in unserem Leben  spielt, wird uns oft erst dann bewusst, wenn wir mal ernsthaft krank werden. Und spätestens seit Jesus und Johannes wissen wir, dass mit Gesundheit nicht nur das körperliche Wohlergehen gemeint ist, sondern auch das psychische wie geistliche Wohlergehen!

Herzlich, Daniel Benne