Beten

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Du bist ein Gott, der mich sieht

(1. Mose 16, 13)

Hagar war von zu Hause abgehauen- in die Wüste. Hagar war eine Sklavin und „gehörte“ Sara, der Frau von Abraham. Da Sara selber (nach menschlichem Ermessen) keine Kinder bekommen konnte, gab sie Abraham ihre Sklavin zur Zweitfrau. Hagar wurde schwanger. Doch ihr Kind würde ihrer Herrin Sara gehören.

Das klingt für uns heute ziemlich schräg, war damals aber eine übliche Vorgehensweise. Doch kaum ist Hagar schwanger, kommt es zum Streit: Hagar benimmt sich hochnäsig und Sara behandelt sie strenger denn je. Deshalb reicht´ s Hagar: sie haut mit ihrem ungeborenen Sohn ab in die Wüste. Hagar will von niemandem gesehen werden.

Doch in der Wüste trifft sie einen Engel. „Woher kommst du und wohin gehst du?“, will der Engel von Hagar wissen. „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sara“, gibt Hagar zu. Sie war vor ihren Problemen zu Hause geflüchtet. Diese Demütigungen durch Sara waren für sie einfach unerträglich.

Der Engel macht Hagar Mut, nach Hause zurückzukehren und sich unterzuordnen. Er erzählt Hagar, dass sie einen Sohn zur Welt bringen wird, den sie Ismael („Gott hört“) nennen soll. Außerdem werde von Ismael ein großes Volk ausgehen!

Dass Gott ihr durch den Engel nachgeht und sie in ihrem Kummer nicht allein lässt, empfindet Hagar als große Ermutigung. Sie, die sich zuerst ja verstecken wollte, ist nun froh, dass Gott sie und ihre Not gesehen hat und sagt nun erleichtert: „Du bist ein Gott, der mich sieht!“

Wir leben in unsicheren Zeiten. Der Krieg in der Ukraine wird im Winter für noch mehr Not sorgen. Und selbst hierzulande wird die Energiekrise manchen in finanzielle Schieflage bringen. Vielleicht sorgst Du Dich um Deine Gesundheit oder lebst in Trauer. Egal was kommt: eins darfst Du genauso wissen wie Hagar: Gott ist ein Gott, der Dich sieht und wahrnimmt in Deinen Nöten!

Herzlich, euer Daniel