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Jesus antwortete:
Ich sage euch: wenn diese schweigen,
so werden die Steine schreien

(Lk. 19, 40)

Es gibt Ereignisse, denen man schon lange im Voraus entgegenfiebert: der Sommerfreizeit, der Volljährigkeit, dem Führerschein, dem Abiturzeugnis bzw. Schulabschluss. Z. Zt. können wir es kaum erwarten, dass wir nach Corona unser bisheriges Leben zurückbekommen- inkl. den geliebten Freiheiten.

Das, was hier in Lk. 19 passiert, war auch so ein besonderes Großereignis: Jesus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein, der König kommt. Und zwar genauso, wie es schon lange vorher der Prophet Sacharja angekündigt hatte. Jetzt würde alles gut werden. Die Leute sind völlig außer Rand und Band- die totale Begeisterung!

Doch die Pharisäer können mit der ganzen Euphorie wenig anfangen. Sie wollten, dass Jesus seine Jünger zurück pfeift. Doch Jesus erklärt, dass dieser Jubel durch nichts in aller Welt zu stoppen ist. Der Grund der Freude ist zu überwältigend und wichtig, als dass einen das kalt und still lassen könnte. Diese Freude quillt über. Und selbst wenn der menschliche Jubel stoppt- dann würden auf einmal tote Gegenstände wie Steine ihren Jubel nicht zurück halten können. Und diese Aufgabe von den Menschen übernehmen.

Dieser Jubel bricht übrigens ganz ähnlich im Himmel aus. Und zwar immer dann, wenn ein Mensch zu Jesus Christus findet (Lk. 15). Auf Deutsch: dann wird im Himmel ein Fass aufgemacht!

Wenn ich charismatische Christen sehe, wie sie ihren Jubel und ihre Freude leben, frag ich mich: läuft bei mir etwas verkehrt? Ist es pietistische Pflicht und norddeutsche Nüchternheit, seine Freude über Jesus zu verstecken? Ist uns unsere Freude über Jesus abhanden gekommen? Oder haben wir sie vielleicht nie erlebt?

Ich wünsche uns, bei allem Corona- Dilemma, dass wir in der Passionszeit unsere Freude zu Jesus neu entdecken und auch anderen zeigen. Man soll und darf uns unsere Freude an Jesus ruhig ansehen, selbst als Norddeutsche!

Herzlich,

Daniel Benne