Beten

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„Jesus spricht zu Thomas:

Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du!

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“

(Joh. 20, 29) – Monatsspruch April

Manches glaubst Du erst, wenn Du es mit eigenen Augen gesehen hast: so erging mir das, als im März 1997 der Holzhandel abgebrannt ist, in dem ich gearbeitet habe. Dass das wirklich passiert ist, stand eigentlich fest- im Radio wurde bereits darüber berichtet. Doch um dieses Unfassbare fassen zu können, musste man es selbst vor Ort gesehen haben. Dieses Erlebnis inkl. der Folgen war so extrem, dass ich mich an viele Details (inkl. dem Brandgeruch) bis heute sehr gut erinnern kann.

Besonders negative Erlebnisse bleiben einem unvergessen. So wäre es auch dem Jünger Thomas ergangen, wenn er Jesus nach dessen Auferstehung nicht persönlich getroffen hätte. Thomas hat die ganze Geschichte ja hautnah miterlebt – die Festnahme Jesu, wie sie als seine engsten Freunde sich alle aus dem Staub gemacht hatten. Vielleicht hatte er sogar die Kreuzigung beobachtet. 

Wenn mich am nächsten Morgen der Chef angerufen und gesagt hätte: „Oh Wunder, Benne. Die Holzhandlung steht wieder“– dem hätte ich das nie im Leben geglaubt. So konnte auch Thomas nicht glauben, dass Jesus auferstanden ist. Thomas war nämlich am Ostersonntag nicht dabei gewesen, wie Jesus den Jünger- Kollegenerschienen ist.

Nachdem Jesus in den Himmel zurückgekehrt ist, können Menschen ihm nicht mehr von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Was bleibt, ist: Wunder wahrzunehmen. Wo wir Jesu Existenz über sein übernatürliches Eingreifen (besondere Fügungen, Bewahrungen der Genesungen) erleben.

Doch was ist, wenn wir diese Wunder nicht erleben bzw. wahrnehmen? Wenn wir z. B. nicht von einer Krankheit geheilt werden? Existiert Jesus dann für uns nicht? 

Wohl denen, die ihren Glauben nicht an bestimmten Rednern oder erlebten Wundern festmachen, sondern an Gottes Wort, der Bibel.

Herzlich, Daniel Benne